Über die Zeit und die Sterne, den Tod und die Ferne

Die Zeit, sie ist unendlich weit,

hat Tiefen und Höhen, nur kurze Böen

oder endlose Winde, die streifen die Rinde.

Sie hat viele Schatten, wogegen sich nichts kann wappnen.

Doch sie hat auch Wellen des Lichts,

Nächte der Wärme, wo sich zeigen die Sterne.

Sie ist kurz und lang, hat viel Gesang.

Sie ist voll Trauer, das Weinen ein Regenschauer.

Sie ist voll Freude, hat sich gelobt die Treue.

Sie ist laut und leise, doch immer auf ihre Weise.

 

(2012)

Sie erfüllt mich mit tiefer Emotion,

mit einem wunderschönen Ton.

Sie lässt mich schweben, in der nächsten Sekunde beben.

Sie bringt mich zum Weinen, aber auch zum Schreien.

Sie nimmt mich mit auf eine Reise, berührt mich auf eine Weise,

die ich nicht vermag zu erfassen,

aber ich kann es auch nicht sein lassen.

Sie will mich bedrängen, mich bringen zum Sprengen.

Sie füllt mich aus, lässt mich nicht raus.

Ich spüre jede Ader, fliege wie ein Adler

über jeden Horizont hinaus, bis ich sehe die Welle

und spüre jede Zelle.

 

(2012)

So klein, so fein, so schön wie ein Sonnenstrahl,

verschlungen wie ein Schal,

glänzendes Eis, ummantelt weiß.

Es drückt so viel aus, ist ein Augenschmaus.

Das Licht bricht, ist kein Verzicht.

Es ist der Spiegel der Welt,

darin wird die Geschichte erzählt.

 

(2012)