Düstere Gedanken aus noch düsterer Zeit

Ich bin wütend, wütend auf mich und auf dich.

Wütend auf die Menschen, die dich verletzen, die dich enttäuschen.

Du bist wütend auf das Leben, darauf nichts zu haben um zu geben.

Du bist wütend, den Sinn nicht zu sehen,

jeden Morgen aufzustehen

und in die falsche Richtung zu gehen.

Jeder Mensch ist wütend.

Aber warum bist du es die ganze Zeit und gehst immer zu weit?

Was quält dich denn so sehr, dass du nicht lachen kannst, mehr?

Du sagst, du weißt es nicht,

aber warum versperrt es dir dann die Sicht?

Du siehst keinen Ausweg, nichts dass dir helfen kann

und doch hängst du daran.

Du musst dich entscheiden,

entweder aufgeben und sterben

oder aufstehen und leben.

Aber frag nicht mich, denn ich bin du,

deine Gedanken, die dir den Schlaf rauben und glauben,

zu gewinnen in deinem Innern.

 

(2012)

Ich bin sauer, voller Trauer.

Ich weiss nicht warum, fühl mich dumm.

Es geht alles schief, niemand der mich nach Hause rief.

Ich bin verloren, alle Freude verborgen.

Nichts hält mich hier, kein einziges Tier.

Niemand tut mir die Hand reichen, alle weichen.

Nicht zuletzt ich selber, die Sonne ist gelber,

und doch kann ich sie nirgends sichten, muss verzichten.

Ich lebe im Grau, kein himmelblau.

Kein grünes Blatt, die Hoffnung bleibt matt.

Kein Mond, der mich vor der Dunkelheit verschont.

Nicht mal in der Ferne zeigen sich die Sterne.

Ich bin völlig allein, so sollte es nicht sein.

(2013)

Entzwei meine Seele, ich darin völlig fehle.

Entzwei meine Persönlichkeit, keine Wahrheit.

Entzwei mein Körper, dafür gibt’s keine Wörter.

(2016)