Gedankengänge

Ich sitze hier, weiss nicht, wo mir der Kopf steht.

Ich bin durcheinander wie schon lang nicht mehr.

Denke nach und doch find ich kein Ergebnis,

keine Antworten auf die vielen Fragen.

So sitz ich hier in mich gekehrt, suchend nach Antworten

und frag mich, warum mein Herz so schlägt.

Ich schau zurück, seh’ne Gestalt, aber weiss nicht wer’s ist.

Sie kommt auf mich zu, gibt mir keine Ruh,

bis ich merk, dass es der Mensch ist,

der mir gezeigt hat, wie ich wirklich tick.

Er nimmt mich in den Arm, drückt mich ans Herz,

welches ebenfalls schmerzt.

Ich schlag die Augen auf, bin verwirrt,

merk erst dann, dass mich ein Traum erwischt.

 

(2008)

Die Sonne geht auf, die Sonne geht unter.

Der Mensch geht hinaus, der Mensch kommt herein.

Die Welt dreht sich, sie ist verkehrt.

Irgendwann werden die Menschen sehen, welche Seelen fehlen.

 

(2009)

Jeder Tag bringt neue Schwierigkeiten, neue Wahrheiten.

Jeder Tag bringt neue Last, braucht neue Kraft.

Jeder Tag bringt neue Gedanken, braucht neue Franken.

Das Leben läuft wie eine Uhr und ist stur.

Das Leben hält nie an. Also soll ich eine Pause machen, wann?

Es geht einfach weiter, will mir keine Minute gönnen,

in der ich inne hätte halten können.

Wie soll ich da also die Antworten finden,

die ich such? Es ist ein Fluch.

Oder ist es doch ein Segen

und ich sollte nach dem Ungewissen streben?

Wird mich das weiterbringen,

kann ich so ans nächste Ufer schwimmen

oder wird mich das nur verstimmen?

Ich kann nicht sagen, ob ich das weiß,

aber darüber nachzudenken braucht schon genug Fleiß.

Also sollte ich mir wohl nicht so viele Gedanken machen

und einfach mal wieder lachen.

 

(2012)